Hochwasserschutz für Rambach kommt voran

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Überschwemmungen können für den Wiesbadener Stadtteil zum Problem werden. Ein neues Rückhaltebecken verspricht Entlastung. Das ist der Plan.

„Wir sind einen großen Schritt weiter": Nach der letzten Sitzung des Rambacher Ortsbeirats zeigt sich Ortsvorsteher Jürgen Nesselberger (Grüne) erleichtert darüber, dass die Schaffung eines effektiven Hochwasserschutzes für Rambach näher gerückt ist; die Sitzungsvorlage dazu nahm der Ortsbeirat einstimmig an. Der Magistrat hat (diese Zeitung berichtete) den Bau eines Rückhaltebecken "Im langen Garten" beschlossen. Man rechnet mit einem Baubeginn im Spätherbst 2027. Nesselberger hatte in den vergangen Jahren immer wieder betont, dass es in der Sache gelte, „dicke Bretter zu bohren.“ Regelmäßig kommt es in Rambach zu Starkregenereignissen; im Gedächtnis einer breiten Wiesbadener Öffentlichkeit geblieben ist besonders das Hochwasser von 2014, gerade ob der dramatischen Bilder, die aufgenommen wurden. Damals schoss der Rambach durch das Kurhaus. Lange waren die Planungen zum Hochwasserschutz nicht vorangekommen, nun kommen die Dinge offenbar ins Rollen. Da in Rambach viele Gebäude in unmittelbarer Nähe zu dem Gewässer, das dem Ort seinen Namen gibt, stehen, ist der Hochwasserschutz von besonderer Wichtigkeit.

Wie Nesselberger ausführt, habe man wichtige Anliegen, welche im aktuellen Doppelhaushalt keine Berücksichtigung fanden, in den Haushalt 2027 aufgenommen:

  • Die Sanierung des Festplatzes auf dem Kerbeplatz sollte in Angriff genommen werden, so Nesselberger; "die Bodenverhältnisse sind nicht optimal." Der Ortsbeirat hofft, dass Maßnahmen ergriffen werden, damit der Boden bei Regen nicht verschlammt und bei Trockenheit nicht zur Staubwüste wird.
  • Des Weiteren erhofft sich der Ortsbeirat laut Jürgen Nesselberger eine Neugestaltung rund um den Wengenroth-Brunnen im Waldbereich "Am Sonnenhang / Wellbornstraße".
  • In der Kitzelbergstraße sollen zugewachsene Flächen erschlossen und mit Sportgeräten bestückt werden.
  • Der Ortsbeirat plädiert für einen festen Blitzer im Bereich der Ortseinfahrt von der B 455 in die Straße "Am Burgacker".

Ein Dauerbrenner -Thema wurde in der Bürgerfragestunde angesprochen: die Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Trompeterstraße.
Dank an "Historisches Rambach":
Jürgen Nesselberger überreichte auf der Ortsbeiratssitzung Hans-Jürgen Petri eine Nachbildung des Rambacher Gerichtssiegels für seine Verdienste um die Initiative „Historisches Rambach". Sie hat mittlerweile 35 Karten in und um Rambach aufgestellt, die Informationen zur Geschichte des Orts, seinen Gebäuden und überlieferten Begebenheiten bereithalten.

Hoch hinaus mit erlesenen Höhenmetern.
Der Initiative wurden 500 Euro aus den Finanzmitteln des Ortsbeirats bewilligt. Nesselberger erklärt, dass man davon Abstand genommen habe, einen neuen Defibrillator aus Mitteln des Ortsbeirats zu finanzieren; vielmehr plane er, eine Crowdfunding-Aktion dafür zu starten: Die Kosten beziffern sich auf etwa 4000 Euro. Nesselberger bedauert, dass der Glasfaserausbau in Rambach nicht vorwärtskomme.

Am Samstag, 28. Februar, wird es ab 9 Uhr eine Aufräumaktion geben, Treffpunkt ist um 9 Uhr in der Ortsmitte. Nesselberger regt einen Ortstermin mit den zuständigen Ämtern in der Kehrstraße an, wo nach übereinstimmender Meinung aller Mitglieder des Ortsbeirats neue Baumöglichkeiten bestehen. Die konstituierende Sitzung des neuen Ortsbeirats ist am Dienstag, 21. April um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum am Kirchweg.

Quelle: Wiesbaden Kurier vom 09.02.2026 (von: Manuel Wenda)