Bericht aus dem Ortsbeirat vom 26.04.2022

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Giftköder im Rambacher Wald, der neue Wochenmarkt, Carsharing und Wildschweine – vielfältig waren die Themen in der ersten Sitzung des Rambacher Ortsbeirats in diesem Jahr, nachdem eine Zusammenkunft im Februar der Pandemie wegen abgesagt worden war. Das Gremium tagt nun wieder im evangelischen Gemeindesaal am Kirchweg. Der Blick von dort ist eindrucksvoll: Über die Burg Sonnenberg erstreckt er sich nach Rheinhessen zum Fernmeldeturm von Ober-Olm.

Rambach hat eine neue Stadtteiljugendbeauftragte: Der Ortsbeirat wählte Teresa Nesselberger (Grüne) in das Amt. Fortan wird sie als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche im Ort fungieren und deren Belange in den Blickpunkt rücken. Ortsvorsteher Jürgen Nesselberger (Grüne) hatte zuvor die Bürgerfragestunde eröffnet: Mitgeteilt wurde, dass weitere Schilder der Initiative "Historisches Rambach" angefertigt wurden und nun zeitnah aufgestellt werden sollen. Sie erinnern unter anderem an Persönlichkeiten, die Spuren im Ort hinterließen.

Gundula Freitag-Guse (SPD) beklagte, dass vermehrt Giftköder im Rambacher Wald ausgelegt würden. Inzwischen habe sich eine Whatsapp-Gruppe gebildet, um bei neuen Funden Warnungen zu verschicken. Ein Hund sei bereits an einer Vergiftung gestorben. Freitag-Guse appellierte an die Bürger, wachsam zu sein. Eventuell müsse man darüber nachdenken, an einigen Stellen Sicherheitskameras aufzustellen.

Der Ende März an den Start gegangene Rambacher Wochenmarkt feierte eine fulminante Premiere – nun liege es an den Bürgern, ihn zu besuchen und zu erhalten, erklärten Jürgen Nesselberger, Jürgen Gebhardt (CDU) und Rainer Übel (CDU). Wenn keine Besucher kämen, seien die Händler schnell wieder weg.

Einstimmig beschloss der Ortsbeirat, den Magistrat zu bitten, einen Parkplatz in der Niedernhausener Straße unterhalb des Hauses 43 bis Ende Juli 2022 für das Carsharing auszuweisen. Das Verkehrsdezernat und Eswe Verkehr haben dem Standort bereits zugestimmt. Als weiterer Standort kommt ein Parkplatz an der Adolf-Schneider-Straße 9 in Betracht, der bei großer Nachfrage ebenfalls umgewidmet werden kann. Einstimmig beschloss der Ortsbeirat zudem, den Magistrat zu bitten, eine Mittelinsel für Fußgänger an der Endhaltestelle der Linie 16 oberhalb des Hauses Niedernhausener Straße 85 zu errichten. Nadine Ruf (SPD) brachte die Sicherheit der Straßen in Richtung Adolf-Reichwein-Schule auf die Tagesordnung: Viele Autofahrer führen morgens und mittags in der Trompeter Straße zu schnell – und die meisten von ihnen seien Eltern, die ihre Kinder zur Schule brächten. Jürgen Gebhardt schätzte deren Anteil an den Fahrern auf 95 Prozent. Es wurde ins Auge gefasst, das Thema mit der Schutzfrau des Orts zeitnah zu erörtern. „Noch ist nichts passiert, aber ich will auch nicht warten, bis etwas passiert“, sagte Ruf.

Für Samstag, 14. Mai, 10 bis 12.30 Uhr, kündigte Ortsvorsteher Nesselberger eine Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz in der Mehrzweckhalle an. Die fröhlichen Wildschweine werden seiner Einschätzung nach ein Dauerthema in Rambach bleiben – eine Bejagung erfolge, allerdings rückten auch immer Tiere nach.

Der Ortsbeirat kam ferner dahingehend überein, einen geplanten Weinstand unweit des Kerbehäuschens zu unterstützen. Dieser soll nach den Vorbildern in Igstadt und Sonnenberg entstehen. Das Gesamtkonzept ist aber noch nicht vollständig entwickelt.

Quelle: Wiesbadener Kurier vom 29.04.2022 (von: Manuela Wenda)