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Kall - ein häufiger Name in Wiesbaden, ebenso wie "Schorsch"= Georg. Begrüßt wird er mit "ei Kall, wie gehts?"
  "ei guude Kall". Sein Geburtsname wird aber "Karl" geschrieben.
Kannabbee - benannt nach dem französischen "Canapee", ist ein bequemes Sofa, welchen im Wohnzimmer steht und
  der Opa sein Mittagsschläfchen hält.
Kerbeborsch &
Kerbemädscher
- sie gehören leider zur aussterbenden Spezies die aktive bei der Ausgestaltung der Kerb am Kerbeumzug
  und der Kerb teil nehmen. Die Kerbeborsche und die Kerbemädscher eröffnen mit den Kerbetanz der Kerb.
Kerbeschorsch - er war Oberbürgermeister in Wiesbaden und fehlte auf keiner Kerb. Sein richtiger Name war Georg Buch.
Klobbenum - ein östlicher Stadtteil von Wiesbaden, "Kloppenheim"
Kommod - ähnlich wie das Kannabee, ist die Kommod ein wesentlicher Bestandteil im Alt-Wiesbadener Haushalt mehr...
Keesbladd - wer eine "a Keebladd" im Lokal bestellt, erhält eine Käsesplatte mit Butter und Brot.
Kerl e kerl - ist einer, der sich bei der Arbeit oder anderer Tätigkeiten "dabbisch" also ungeschickt anstellt.
Kimbel / Pimbel - im Rambacherdialekt "Pimbel" genannt, ist eine kleines /großes stilles Gewässer, in dem sich Kaulquappe und
  Kröten/Frösche "Krodde" ansiedeln. Die Rambacher sagen auch, dies ist ein "Groddeweiher".
Klicker spielen - ist ein Murmelspiel, gespielt wird das Spiel mit Lehm- oder Glaskugeln. 5 Lehmklicker = eine kleine Glasmurmel,
  10 Lehmklicker = eine große Glasmurmel. Auf dem Bürgersteig wurde mit dem Absatz eine Kuhle ausgehoben und
  dann wurde mit den Fingern die Murmel geschnippt.
Klobber - es ist ein Instrument zum Reiniger der Teppiche oder Polsterkissen. Für das Teppichklopfen wird noch eine
  Teppichestange benötigt mehr...
Kloor - wenn einer ein "kloore Kerl" ist, dann meint man "mit dem kann man Pferde stehlen".
Kniddelkernsche - dies ist ein zwei oder vierrädriges kleines Gefährt. Als noch die Pferde die Straßen bevölkerten, zogen Gärtner
  durch die Straßen, um die Pferdeäpfel auf zu sammeln. Die Pferdeäpfel ergaben eine sehr guten Dünger mehr...
Kersch - in Rambach versteht man zu einen, es ist ein Gotteshaus, die Kirche - und zum anderen die kleine rote Frucht
  Kirsche.
Knerzje - ist das End- bzw. Anfangsstück eines Brotes. Man bezeichnet aber auch eine Alte etwas schrullige Frau
  als Knerzje.
Knoche - im üblichen Sprachgebrauch ist dies ein Teil des menschlichen Körpers, aber im rambacherischen bezeichnet
  man einen "Knoche" oder "en hadde Knoche" einen Mann den nichts so leicht umwerfen kann, oder bei
  Verhandlungen schwer von seinen Prinzipien ab zu bringen ist.
Knolle - ist nicht mit den Blumenknollen zu verwechseln, sondern es ist ein von der Polizei ausgestellter Strafzettel.
Koridekakker - ist eine kleinlich denkende Person.
Krenk - "do kriegste jo di krenk", z.B. wenn der Faden nicht in das Nadelöhr geht, oder der Kugelschreiber funktioniert
  nicht mehr, es bedeutet nicht, dass jemand krank ist oder wird. Es ist ein Ausdruck der Verzweiflung.
Knoddel - ist eine Frauenperson die immer irgend etwas zu tun hat. Wird gelegentlich auch für eine Person verwendet
  "die widder dorum knoddelt", also etwas sehr langsam erledigt.
Krawallschachtel - ist eine Frauenperson im Gegensatz zur "Knoddeel" mit der nicht zu spaßen ist. Sie bekommt mit jedem Streit
  und trägt diesen immer lautstark aus.
Kriche/Krije - beides bedeutet nicht auf dem Boden herum zu kriechen, sondern es bedeutet etwas zu bekommen "kriech ich
  des jetzt sofort"
Kriesch - ist die Bedeutung vom Krieg.
Krembel - bedeutet in Rambach, alles was nicht gebraucht wird ist "Krembel" und kann entsorgt werden.
Krumbel - bedeutet in Rambach der Streit schlecht hin, "willste Krumbel?" könnte es in der Wirtschaft lauten, wenn einer
  mit dem anderen einen Streit anfangen möchte.
Krumbelisch - hat mit dem Krumbel nichts zu tun, sondern wenn eine Hose, Rock, Kleid,  Hemd oder Bluse Falten haben wo sie
  nicht hingehören, dann ist das Kleidungsstück eben "Krumbelisch" zerknittert.
Kitzel - ist die Bezeichnung für ein Polster auf dem Kopf, um Wäschekörbe oder Backbleche zu transportieren mehr.
  Hat nichts mit dem im allgemeinen bekannten kitzeln zu tun.