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Aafenger
(Anfänger)
- gelegentlich auch liebevoll gemeint, für einen Mitmenschen der sich einer neuen Aufgabe/Beschäftigung
  Sache widmet, ohne mit ihr bereits ausreichend vertraut zu sein. mehr...
Aaboode
(Aarboten)
- in Hochdeutsch "Bote an der Aar", auch Name einer Zeitung, die im Bereich der für Hochseeschiffen schwierig befahrbaren Aar, einen  
  Nebenfluss der Lahn.
Awwet
(Arbeit)  
- meist zu schlecht bezahlte Tätigkeit, mit der die sonst 24 stündige tägliche Freizeit unterbrochen wird und von manchen Dingen abhält.
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Aabee
(Abort)
- aus hintergründigem Anlass aufgesuchter Zufluchtsort, auch als Lesezimmer für Familienmitglieder bestimmt, die sich ungestört in die  
  literarische   Welt des Geistes zurückziehen wollen. mehr...
Aam Dier - "e aam Dier" ist kein Tier, sondern ein Mensch und zwar ein weiblicher Mensch. Und besagter Mensch muss auch nicht unbedingt arm im    
    materiellen Sinne sein, sondern kann auch als reiche Frau "e aam Dier" sein. mehr...
Aame Ridder - darunter versteht man nicht etwa sozial hilfsbedürftige adelige Bewohner der frühmittelalterlichen Wiesbadener Burgen, sondern eine
  schmackhafte Mittagsmahlzeit, bestehend aus zuvor in Milch geiweichte altbackene Brötchenhälften, die danach in der Pfanne angebraten und mit
  Zucker und Zimt bestreut, meist mit Apfelbrei, serviert werden. mehr...
Aasch Kriecher - in feineren Wiesbadener Kreisen weniger gebrauchtes, wenn auch häufig gedachtes Wort für einen Mitmenschen, der sich durch Reden und
  Handlungen die Gunst von Vorgesetzten und anderen Personen, von denen er sich einen Vorteil verspricht, zu erwerben versucht. mehr...
Alle Noos lang - wenn in Wiesbaden jemand eine Handlung häufig wiederholt, dann tut er sie "alle Noos lang". Gilt etwa dann auch, wenn er in der abendlichen  
  Weinstube dauernd mal eben "nach den Pferden sehen" muss, die man dort suchen muss, wo in bessere Lokalen "Herren und in volkstümlicheren  
  "Männer" an der Tür steht.
Addass - Nach dem 1.Weltkrieg war Rambach unter französischer Verwaltung. Dadurch wurden viele Wörter aus dem französischen ins Rambacher
  Dialekt übernommen. Unter anderem auch das Wort "Attention = Achtung.
  Die Rambacher Kinder haben diese Wort beim Rodeln benutzt um die Bahn frei zu bekommen. Sie riefen Addass, also Achtung. Heute rufen die
  Kinder "Achtung Bahn frei".
Ald (Aal) Schachtel - Bezeichnung für eine Person weiblichen Geschlechts, die bereits um einiges in die Jahre gekommen ist und ihre eigene Vorstellungen von ihrer  
  Umwelt hat. mehr...
Atze
(weg nehmen)
- schnelle Übertragung von Eigentum ohne vorherige Information des bisherigen Besitzers. "Klikker atze" ist bei Wiesbadener Buben die  
  rhetorische Begleitung ihres gewaltsamen Zugriffs auf den Inhalt des "Klikkerlochs". mehr...
Allewei
(jetzt)
- spezielle wiesbadenerische Form des "Jetzt,  in diesen Augenblick". "Allewei geh mer ham", bedeutet soviel wie: Jetzt trinken wir noch zwei bis    vier Halbe und dann begeben wir uns (vielleicht) auf den Heimweg.  
Allemann - gilt nur Historikern als Angehöriger des germanischen Volksstamms der Alemannen, die unter Ariovist Caesar auf die Palme brachten.  mehr... 
Aggedemigger - die Ähnlichkeit mit dem Wort "Akademiker" ist nicht zu übersehen. In Wisebaden wird so ein Mensch mit höherer Bildung, mindestens
  abgeschlossener Hilfsschule, bezeichnet, dessen geistige Gaben ihn am Stammtisch zum Mittelpunkt machen.
Affegiggel -  es steht der Affengiggel für einen eitlen, überheblichen Mann, gern auch für einen sehr modern, oft bunt gekleideten Menschen und vor allem für
   einen dummen, eingebildeten Kerl.
Affezerrgus -  im wissbadenerischen generelle Bezeichnung für Veranstaltungen aller Art, die sich durch Umständen auszeichnen, mit denen der Verwender des
   Wortes "Affezerrgus" nicht oder nur bedingt einverstanden ist. mehr ...
Ank - spezielle wiesbadenerische Form des Nackens. "Ich haach der aa in die Ank". Jener anatomische Bereich unterhalb des menschlichen  
  Hinterkopfes und zwischen den Armen, in die unfriedliche Wissbadener im Verlauf einer Auseinandersetzung den Kontrahenten zu schlagen
  drohen. Woher "die Ank" sprachlich kommt, ist unbekannt.
Aadermisch - ist man in Wiesbaden, wenn man sich nicht so recht wohlfühlt, ohne richtig krank zu sein. "Alles dut aam wee"  Pillen und der Arzt helfen nicht und   Morgen ist es schon wieder alles vorbei. 
Aaschlee - sind hochtrabende Wünsche oder Vorhaben, die jemand im Kopf trägt. Hochdeutsch sind "Aaschlee" Anschläge oder Ansprüche.