Nach zwei Jahren ist es geschafft: Der Deutsche
Alpenverein Wiesbaden (DAV) präsentiert stolz sein neues Domizil. Es
ist viel mehr als nur eine Kletterhalle entstanden.
Wir sind umgezogen, teilt der Deutsche Alpenverein Wiesbaden (DAV)
nicht ohne Stolz mit. Die offizielle Adresse des mit rund 6.000 Mitgliedern
größten Wiesbadener Vereins lautet nun nicht mehr Holzstraße,
sondern In der Lach 4 in Rambach. Hier ist in den vergangenen fast zwei Jahren
aus der im Jahr 2000 vom Bistum Limburg verkauften ehemaligen Kirche St.
Johannes das neue Alpinzentrums geworden, das nun mit einem großen
Einweihungsfest offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.
Steinboden und Beichtstuhl bleiben erhalten.
Die Kletterwand steht genau da, wo früher der Altarraum war. Der
Sandsteinboden ist noch Original, die Stufen ebenso und der ehemalige Beichtstuhl
ist auch erhalten geblieben. Hier befindet sich nun ein kleiner Technikraum.
Im Herzstück des Alpinzentrums kann nicht nur geklettert werden, hier
wird es auch Gymnastikstunden geben oder Vorträge. Für ein angenehmes
Raumklima sorgt eine Wandheizung, die unter einem fünfschichtigen Lehmputz
liegt. Auch sonst wurde beim rund 2,5 Millionen teuren Umbau sehr auf
Nachhaltigkeit und Klimaschutz geachtet: Geothermie, Wärmepumpe und
Photovoltaik alles fand im Alpinzentrum Anwendung. Büros,
Küche, Lager, Archiv für alles ist am neuen Standort ausreichend
Platz. Besonders stolz ist man auf die beiden Jugendräume mit Platz
für eigene Aktivitäten: Die Jugend ist schließlich
unserer Zukunft, unterstrich der DAV-Vorsitzende Uwe Goerttler. Sein
Dank galt Planern, Architekten und Handwerkern. Mit ihnen und allen anderen
am Bau Beteiligten hatte man schon am Tag zuvor an gleicher Stelle gefeiert,
um sich zu bedanken. Für das Engagement, für die Ideen und für
das Ergebnis. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) war mit von der
Partie und auch Pfarrer Frank Schindling von der Pfarrei St. Birgid, zu der
St. Johannes einmal gehört hatte. Er unterstrich, wie sehr sich die
Pfarrei freut, dass mit dem DAV eine Institution jetzt hier zuhause ist,
die sich ebenfalls die Bewahrung der Schöpfung auf die Fahnen geschrieben
hat.
Fast wunschlos glücklich ist der DAV nach diesem Mammut-Projekt, aber
eben nur fast. Denn noch steht der Umbau des Glocken- zum Kletterturm an.
Ein Projekt das in einem nächsten Schritt erfolgen soll.
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